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Vollgegessen mit Pizza, Lasagne und Salat kommt der nächste Blog, diesmal schon aus Bolivien. Es ist einiges passiert, wird also wieder ein bisschen länger… Aber mal alles von vorne.


Nach dem letzten Blog ging es nach La Serena. Magdalena hat erzählt, dass sie damals dort Delfine gesehen hat. Sowas wollten wir uns dann natürlich nicht entgehen lassen. Also gleich eine Tour gebucht. Uns wurde auch versichert, dass man um diese Jahreszeit auf jeden Fall welche zu sehen bekommt. Also haben wir uns den Wecker gestellt. Zwischen halb 9 und 9 würden wir abgeholt werden. Klingt gut, also richten wir uns auf halb 9. Sind ja pünktliche Deutsche. Als wir dann nach einem mal Schlummern aufstehen, klingelt es an der Hostel Türe. Wir hören dumpf die Namen Linda und Theresa und schauen verwirrt auf die Uhr. 10 vor 8. Kann das sein? Kurz darauf klopft es an der Türe und der nette Hostelmitarbeiter sagt, dass wir abgeholt werden. Wir beide noch im Schlafanzug und ziemlich verpennt fragen, ob sie noch 5 Minuten warten können. Klar, kein Problem. Also schnell umgezogen, zwei Weckchen gepackt, Zähne geputzt und los. Dass uns so was in Chile passieren könnte, wussten wir auch nicht. Da haben wir eher mit Verspätung gerechnet.


Im kleinen Bus wurde dann erst noch gefrühstückt und noch mal kurz geschlafen. Am Ort angekommen, wo wir mit dem Boot zur Isla Damas fahren, um Pinguine und Delfine zu beobachten, standen wir erst mal rum. Ne ganz schöne Weile. Und es war auch nicht wirklich warm. Aber was solls. Hauptsache morgens so einen Stress gemacht.


Dann hat noch jeder eine Schwimmweste bekommen und wir wurden zum Boot gebracht. Wir hatten das Glück, mir einer kolumbianischen Familie zu fahren. Etwas wackelig ging es dann los. Die eine hat noch mitten auf hoher See ein Telefonat entgegen genommen. Verrückt, wo die Leute hier überall Empfang haben. AN der ersten Insel angekommen haben wir Pinguine gesehen. Da wir in Punta Arenas schon welche gesehen haben, war das für uns nicht so spannend wie für die anderen Bootsinsassen, die teilweise fast aus dem Boot gefallen sind für ein gutes Foto. Den Hinweis des Kapitäns, dass man bitte sitzen bleiben soll, wurde auch ignoriert. Dann gings weiter aufs offene Meer. Etwas mulmig wurde es mir dann schon, wenn man kein Land mehr sieht. Liegt aber eher an einem Kindheitstrauma von Haien im Gardasee. Wir haben dann tatsächlich auch Delfine gesehen. Sie zu fotografieren war leider etwas schwer, da sie nicht hoch genug gesprungen sind.


Dann ging es weiter zur Isla Damas. Eine wunderschöne kleine Insel, die für ihre Flora bekannt ist. Es gab auch sehr schöne Blumen. Zurück sind wir dann ziemlich schnell gefahren. Nach einem hektischen Ausstieg ging es dann wieder zurück nach La Serena.


Am nächsten Tag sind wir auf eigene Faust ein Paar Orte weiter zu einer Pisco Brennerei. Da Pisco das typische Getränk in Chile ist, wollten wir uns das nicht entgehen lassen. Nach anfänglichen Findungsschwierigkeiten haben wir es dann doch noch geschafft. Und die Tour gab es sogar auch auf Englisch. Erst ging es durch die Brennerei, dann ins das Museum und am Schluss durften wir noch 3 verschiedene Pisco Sorten probieren. Auf nüchternen Magen bei 30 Grad. War ziemlich witzig.


Danach wollten wir an den wohl schönsten Strand Chiles, nach Bahia Inglesa. Wir wollten nicht 3 Monate in Südamerika sein und keinen Tag im Bikini am Strand erbracht zu haben. Dass es dort dann bewölkt war und 16 Grad hatte, hat uns einen kleinen Stich durch die Rechnung gemacht. Dann gab es mal wieder einen Tag entspanntes Nichtstun.


Anschließend ging es in die Wüste. Nach dem wir erst mal noch eineinhalb Stunden auf den Bus gewartet haben und uns die Zeit mit mehr oder weniger gut funktionierenden Wortspielen vertrieben haben, ging es nach San Pedro de Atacama. Dort angekommen haben wir uns gleich um die Touren gekümmert, die wir dort machen wollen. Am gleichen Abend ging es noch zur Laguna Cejar, die etwa einen Saltzgehalt hat wie das Tote Meer. Es war ein witziges Gefühl, im Wasser nicht unterzugehen. Auch die Umgebung und die andere Lagune waren sehr schön.  Anschließend haben wir noch eine weitere Lagune angeschaut und den Sonnenuntergang bei einem Pisco und Knabbereien bei einem Salzsee genossen


Am nächsten Tag ging es dann mittags ins Valle de la Luna. Erst sind wir zur wohl größten Düne der Welt gefahren, von da aus konnte man auf das Tal des Mondes schauen. Dann ging es weiter den Sonnenuntergang anschauen, nach dem wir noch schöne Bilder gemacht haben.


Da es am nächsten Morgen sehr früh wieder los ging, sind wir nach der Tour direkt zurück ins Hostel. Nach Nachfragen beim Anbieter würden wir zwischen 5 und halb 6 angeholt werden. Als es dann um 4:30 Uhr an der Türe klopft und wir unsere Namen gehört haben, konnten wir es fast nicht glauben. Scheint doch die Regel hier zu sein, dass man eine halbe Stunde früher fertig sein muss. Der Kleinbus hat eine Tour gedreht und ist dann Gott sei Dank wieder gekommen um uns mitzunehmen. Dann sind wir zu den Geysiren gefahren. Es war dunkel und kalt. Aber hat sich trotzdem gelohnt. Als die Sonne aufging wurde es auch etwas wärmer und es war wunderschön.


Danach ging es weiter zu Thermalquellen. Da wir in Pucon schon waren, hatten wir die Hoffnung, dass diese genau so warm sind. Waren sie leider nicht. Wir sind an dem Tag trotzdem wieder aufgetaut. Auf dem Rückweg ging es dann noch in einem kleinen Dorf vorbei, wo wir Lamafleisch probiert haben. Sehr zu empfehlen.


Am nächsten Tag sind wir dann nach Iquique gefahren. Noch mal ein letzter Versuch, in die Sonne zu kommen, braun zu werden und die Sonne zu genießen. Und wir wurden nicht enttäuscht. Es war ein sehr gutes Hostel, das 2 Minuten vom Strand entfernt war. Einen Tag sind wir dann auch an Strand. In die Mittagssonne. Keine ganz so gute Idee, wie uns später eingefallen ist. Aber was solls. Noch ein Mal einen Sonnenbrand mitnehmen musste drin sein.


Am Sonntag sind wir dann Paragleiten gegangen. Etwas nervös waren wir am Anfang schon. Vor allem, weil ich sofort wieder alles vergessen hatte, was der Guide mir erklärt hat, was wir beim Start machen. Aber alles kein Problem und wir konnten trotzdem ohne Probleme Starten. Und der Ausblick war wunderschön. Mal wieder war die größte Düne der Welt unter uns. Welche tatsächlich jetzt die größte ist, weiß ich nicht. Vielleicht ist diese gar nicht in Chile. Gelandet sind wir am Strand und die halbe Stunde in der Luft haben sich angefühlt wie 5 Minuten. Aber durch die tollen Bilder hat man auch noch Tage danach etwas davon.


Die restlichen Tage haben wir nichts gemacht außer Uno und Mau Mau gespielt. Muss auch mal sein, schließlich sind wir im Urlaub.


Montagabend ging es dann weiter nach Bolivien. Da wir schon das ein oder andere Mal Probleme mit Grenzübergängen hatten, haben wir bei anderen Backpackern nachgefragt, „nein, das ist absolut kein Problem, da kommt man schnell und ohne Probleme über die Grenze“ na gut, das klingt schon mal besser als die letzten Male. Um 20:30 Uhr sollte dann unser Bus los. Da aber c.a. 15 Columbianer mit 42 Gepäckstücken mitfahren wollten, hat sich die Abfahrt um eineinhalb Stunden verzögert. Was genau da so lange hin und her ging, werden wir nie verstehen. Nach ewigem Hin und her ist der Bus dann endlich los, allerdings hat eine Mitreisende gefehlt. Sie wollte nur kurz auf Toilette gehen und hat sich wohl den falschen Moment ausgesucht. Ihre Freundin im Bus hat dann schnell gegen die Fahrertüre geklopft, allerdings zu fest, dass der Busfahrer sich beschwert hat. Nach 5 Minuten Fahrt sind wir dann wieder angehalten, die Freundin ist wütend aus dem Bus gestiegen und wir sind weiter. Kurz darauf haben wir wieder angehalten, um auf beide zu warten. Diese sind aber nicht wieder gekommen. Wer könnte es ihnen auch verübeln. Also sind wir mit 2 Stunden Verspätung endlich los. An der Grenze angekommen sind fast alle Leute aus dem Bus gestiegen. Wir als auch. Mit Sack und Pack sind wir in dieselbe Richtung gelaufen. Dass wir aber gerade illegal über die Grenze sind, war uns nicht ganz bewusst. Also wieder zurück zum Bus, eine Nacht dort schlafen und dann über die Grenze. Schön Legal und wie sich das gehört. Es war ziemlich Kalt und nach einer sehr kurzen Nacht konnten wir dann endlich mal fragen, was hier gerade los ist. Die Grenzen sind nachts zu und wir können in 10 Minuten nach Bolivien einreisen. Aber ohne Früchte und tierischen Produkten. Also noch schnell gefrühstückt und den Rest mal wieder weggeworfen. Dass wir noch 4 Stunden warten mussten, bis wir endlich über die Grenze konnten, hätten wir dann auch nicht gedacht. Es hat nur ein Beamter an der jeweiligen Grenzkontrolle gearbeitet. Als wir dann endlich beide Stempel im Pass hatten sind wir auf direktem Weg nach Oruro, wo noch ein Kind schräg vor uns brechen musste. Da sind die Leute hier allerdings schmerzlos, eine kleine Tüte gab es, mehr nicht. Es wurde weder angehalten noch das Klo aufgeschlossen.


Nach 30 Stunden sind wir dann endlich in Uyuni angekommen. Ein kleiner Touristenort im Süden von Bolivien.


Ab morgen geht es 2 Tage in die Salzwüste und dann nach Sucre, die Hauptstadt von Bolivien. Vielleicht kommt dann mal eher wieder ein Eintrag…


17.12.15 02:07

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