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Okay, nach drei Wochen und einigen Ermahnungen, dass ich mal wieder einen Blog schreiben soll nutze ich diesen freien Abend mal um einen zu schreiben.


Nach dem letzten ging es auf den Vulkan Quetrupilla. Es war unfassbar anstrengend und ein Jahr Physiotherapie wurde in einem Tag zu Nichte gemacht. Los ging es früh morgens und die Fahrt zum Startpunkt hab ich schon mal verschlafen. Dann wurden uns noch Eispicker an den Rucksack gebunden und dann sind wir in unserer 9er Gruppe mit 2 Guides losgelaufen. Nach der ersten halben Stunde haben wir schon gemerkt, dass das ein ganz schön anstrengender Tag werden wird. In einem sehr schnellen Tempo sind wir ohne Pause dauernd bergauf (was ja logisch ist, wenn man auf einen Vulkan will) gerannt mit einem schweren Rucksack auf dem Rücken. Also gefühlt hatte er bestimmt 5 kg. Irgendwann sind wir einfach mal stehen geblieben um einen Schluck zu trinken.


Als wir dann höher kamen, mussten wir den Eispicker in die Hand nehmen. Da man schnell abrutschen kann und dieser sei dann eine Stütze. Als wir mal auf 1000 m über dem Meeresspiegel waren hat man schon auch gemerkt, dass die Luft dünner wird und jeder Schritt noch anstrengender. Man ist bei jedem zweiten Schritt in den Schnee gesunken und hatte Mühe, überhaupt vorwärts zu kommen. Da die anderen in unserer Gruppe waren irgendwie fitter und so hat sich die Gruppe geteilt und wir hatten unseren eigenen Guide. Dieser war auch sehr nett, ich glaube nur, dass er auf der Suche nach der vierten Frau für sein viertes Kind war. Drei hatte er bereits. Kinder wie Frauen. Aber er hat es ja nett gemeint.


Wir waren sehr froh, als wir endlich oben angekommen sind. Die letzten 300 Meter waren die anstrengendsten. Wir sind bei 500 Höhenmetern gestartet und die Spitze war bei 2366m. Oben war es leider etwas bewölkt. Und ziemlich kalt. Aber gelohnt hat es sich trotzdem.  Und der Abstieg war auch ein Spaß. Da alles voller Schnee war haben wir uns auf Hartplastikteile gesetzt und sind auf dem Po den Hang runter. Einige in der Gruppe, ohne Namen zu nennen, waren langsamer als der Rest. Woran das genau lag, haben wir leider nicht herausgefunden bis runter. Nächstes Mal setzen wir die Studie fort und schauen, wie wir zu einer höheren Geschwindigkeit kommen.


Abends sind wir dann weiter nach Temuco, dort hatten wir ein sehr schönes, schnarchfreies Doppelzimmer. Am nächsten Tag beim Frühstück hat mich ein netter Argentinier gefragt, ob ich Ski fahre. Mir ist erst danach aufgefallen, dass mein Sonnenbrand im Gesicht wohl doch stärker zu sehen war als gedacht. Aber wer nicht hören will muss bekanntlich fühlen. Mir hat der Guide mehr als einmal gesagt ich solle mich eincremen, die Höhensonne ist sehr stark. Dass er Recht behalten sollte habe ich dann gemerkt. Zwei Wochen lang hat sich die Haut in meinem Gesicht geschält und zwischenzeitlich sah ich aus wie das Model von Desigual. Aber mittlerweile habe ich wieder eine einheitliche Gesichtsfarbe.


Nach Temuco ging es nach Chillan. Dort hatten wir ein nicht ganz so tolles Hostel. Es hat etwas gestunken und auch die Leute waren ziemlich seltsam.


Danach sind wir nach Vaplaraiso zur Gastfamilie meiner kleinen Schwester gefahren. Antonia, die chilenische Austauschschülerin, die 2012 auch bei uns zu Hause war, hat mir die Adresse geschrieben und mit welcher „micro“, also einem kleinen Bus, wir fahren müssen. Wo wir aussteigen sollen, hat sie leider nicht dazu geschrieben. Aber kann ja nicht so schwer sein. Dachten wir zumindest. Am Ende sind wir dann einfach ausgestiegen, da eine Frau meinte, sie kann uns zur beschriebenen Adresse fahren. Gott sei Dank hat die Gastmama aber schon auf uns an der Endhaltestelle gewartet. Ich würde genau gleich aussehen wie Magdalena, daher wusste sie, dass wir das sein müssen. Na Gott sei Dank. Hat also doch was Gutes, eine gewisse Ähnlichkeit mit der kleinen Schwester zu haben. Sie hatten 3 Busse abgewartet, bis wir endlich gekommen sind.


Angekommen haben uns dann Antonia und die 3 Hunde begrüßt, die unterschiedlich hübsch waren. Ich konnte Linda zum Glück davon abhalten, den einen Hund mitzunehmen. Wir wurden in unser Zimmer gebracht, einem kleinen Gartenhäuschen mit eigenem Bad. Nur leider nur mit einer kalten Dusche. Aber im Haus gab es zum Glück warmes Wasser.


Die Nächte waren nicht ganz so ruhig wie anfangs gehofft. Die Hunde haben nachts gebellt und ein Hahn hat um 5 angefangen zu krähen. Mit ihm hat dann noch ein anderer kommuniziert, was ein schlafen sehr erschwert hat. Aber wir mussten selten früh aufstehen, also haben wir den fehlenden schlaf ab 8 nachgeholt.


Anfangs wussten wir noch nicht, wie lange wir bei der Gastfamilie bleiben werden. Letztendlich waren es fast 2 Wochen. Und wir haben uns sehr wohl gefühlt. Es wurden jeden Tag Ausflüge an die schönsten Strände gemacht, wir haben tolles chilenisches Essen gekommen, Valaraiso und Vina del Mar kennen gelernt und die Zeit mit der Familie genossen. Es waren wundervolle 12 Tage, die die Reise zu etwas ganz besonderem gemacht haben.


Am Wochenende sind wir auch mit Antonia weg gegangen. Freitag in eine Bar was mit einem Freund trinken, der auch englisch kann (was die Familie leider nicht konnte) und typisch chilenische Getränke trinken. Wobei das typisch chilenische Bier von einem Deutschen ist und nach deutscher Brauart gebraut wird. Am Samstag ging es dann erst in eine Bar einen Pisco trinken und dann an eine Carette, eine Party. Es wurde zu lateinamerikanischen Musik getanzt und es gab ein kleines Bier gratis. Hat sich also gelohnt.


Am Sonntag wurden wir zu einem Familienessen nach Santiago de Chile eingeladen. Gut, wir dachten das läuft ab wie ein Familienfest in Deutschland. 10 Leute am Tisch und es gibt was zu essen. Weit gefehlt. Im Haus der Uroma, das leer steht haben sich um die 60 Verwandten getroffen um sich bei reichlich Fingerfood, Salat, Torte, Kuchen und anderen Leckereien zu treffen. Wir waren leicht überfordert mit der Situaton und haben uns erst mal eine Empanada gegönnt. Wir haben an diesem einen Mittag mehr Kalorien zu uns genommen als normalerweise in einem ganzen Monat. Aber was solls, wir sind ja schließlich im Urlaub. Nach und nach wurden uns auch die Verwandtschaftsbeziehungen von einigen erklärt. Der ein oder andere konnte auch Deutsch. „Im Falle eines Falles, klebt Uhu wirklich alles“ wir waren so baff von diesem Satz, dass wir erstmal nur lachen konnten. Mitten in Chile haben wir nicht wirklich mit so einem Satz gerechnet.


Und auch so war es ein sehr witziger Mittag. Danach sind wir noch zu einem Aussichtspunkt gegangen. Es war wirklich eine tolle Aussicht über die Hauptstadt Chiles.


Da der Gastpapa Berufstaucher ist gab es auch mal frische Meeresfrüchte. Er hat für uns, bzw für mich, Muscheln und Krebse geholt, damit ich probieren kann. Und die Krebse waren echt sehr lecker. Er meinte, dass es noch besser mit Mayonnaise schmeckt. Er hat aber eh zu absolut allem Mayo gegessen. Ob zum Sandwich oder zum Fleisch. Mayo muss sein.


Am letzten Abend gabs noch selbst gemachten Pisco Sour, der wirklich sehr lecker war. Leider gings dann schon wieder weiter, da wir die Hälfte unserer Reise schon hinter uns haben und noch so viel sehen wollen. Also sind wir weitergefahren nach Santiago.


Wir hatten ein sehr cooles Hostel, das mitten im Zentrum war. Am Sonntag haben wir auch eine Stadtrundfahrt in einem Touristenbus gemacht, damit wir die wenigen Tage optimal nutzen können und alles sehenswerte gesehen haben. Es ist wirklich eine sehr schöne Stadt. Und da wir eine Dachterasse hatten haben wir das ausgenutzt und am ersten Advent mit einem Wein über den Dächern der wunderschönen Hauptstadt angestoßen.


Jetzt sind wir in La Serena, auch einem sehr schönen Ort weiter im Norden. Eigentlich wollten wir einen Strandurlaub einlegen, aber hier gibt es schon wieder so viele Aktivitäten denen wir nachgehen wollen, dass wir den Strand noch mal verschoben haben.

http://img4web.com/g/QQZ5

2.12.15 01:27

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